„Eine gute Ausbildung ist das A und O des beruflichen Lebens! Mit einer guten Ausbildung wird der Grundstock gesetzt und es stehen alle Möglichkeiten offen! Voraussetzung für eine echte Karriere aber ist natürlich auch die innere persönliche Einstellung. Für diese ist jeder selbst verantwortlich.“

Nicole Kobjoll studierte an der Ecole Hôtelière de Lausanne und schloss mit dem „Bachelor of Science in International Hotel Management“ ab. Eingeschobene Praktika in Irland, der Schweiz und Deutschland sorgten für den erforderlichen Praxisbezug, bevor sie, nach knapp sieben Jahren im Ausland, im April 2000 ihre Tätigkeit als Inhaberin & Geschäftsführerin im des Schindlerhof, Nürnberg, aufnahm. Den Schindlerhof selbst gibt es seit 35 Jahren, in dieser Zeit ist er in sieben Bauetappen gewachsen und hat nun eine Kapazität von 92 Hotelzimmern, 10 Tagungsräumen, 100 Plätzen im A-la-carte-Restaurant, 90 Plätzen im Bankett und 40 Plätzen in der Bar. Zusammen mit dem Schindlerhof-Team konnte Nicole Kobjoll verschiedene Preise & Auszeichnungen gewinnen, wie den Ludwig Erhard Preis, Great Place to work, bestes Tagungshotel in Deutschland und einige mehr.
Nicole Kobjoll ist zudem als Referentin tätig, vor allem zu den Themen Innovation, Kundenbegeisterung und Mitarbeiter–Motivation.

Frau Kobjoll, warum liegt Ihnen eine gute Ausbildung am Herzen?
Unser Ziel ist es, die Weichen dafür zu stellen und die bestmögliche Ausbildung zu bieten. Mit vielen Azubis bleiben wir auch während ihrer „Lehr und Wanderjahre“ weiter im Kontakt und haben oft das Glück, dass sie später wieder zu uns zurückkehren – teilweise auch als Teamleader eines Leistungsbereichs. So können wir die Kultur unseres Unternehmens noch besser im Alltag leben. Denn meiner Meinung nach spielt die Unternehmenskultur für eine gute Ausbildung eine besonders wichtige Rolle, da man nur in einem Umfeld, in dem man sich wohlfühlt, sein volles Potenzial entfalten kann!

Warum sind Sie in der Jury des Top Ausbilder?
Es ist mir eine große Ehre und Freude, Teil der Jury des Top Ausbilder zu sein! Denn dieser Preis stellt außerordentliche Leistungen in unserer geliebten Branche in den Vordergrund. Hier dürfen wir die Anerkennung zum Ausdruck bringen, die diese verdienen und können dies zugleich auch öffentlich tun – mit der Presse im Rücken. Damit haben wir die Möglichkeit, das Image unserer Branche aufzupolieren, indem wir von LEISTUNG sprechen und nicht von Missständen, wie es leider sonst so oft geschieht. Denn unsere Branche verdient entschieden mehr positive öffentliche Aufmerksamkeit und die vorbildlichen Betriebe deutlich mehr Anerkennung!
Unser ja nicht unbedeutender Wirtschaftszweig stellt sich wie ein „klassisches Ballett“ dar: Es sieht alles so leicht und einfach aus, doch dahinter steckt enorm viel und harte Arbeit. Und nur, wer diese wirklich liebt, wird dauerhaft mit Erfolg durchalten. Vielleicht können wir mit dem Top Ausbilder auch wieder ein bisschen Energie zurückgeben, um dann mit noch mehr Elan und Freude auf den Bühnen der Hotels und Restaurants zu stehen und mit guter Leistung zu glänzen. Dass ich dabei mitwirken darf, ist mir sehr wichtig – eine echte Herzensangelegenheit!

Was wünschen Sie sich in Sachen Ausbildung für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass wir noch mehr als bisher die Ideen der jungen Talente in den Organisationsalltag einbeziehen. Schließlich haben oft gerade die jungen Menschen die besten und innovativsten Ideen! Doch um diese Ideen auch zu hören, wahrzunehmen und umzusetzen, dürfen wir nicht so sehr in Hierarchien denken, eher in Projekten mit Verantwortlichen, die genau hier ihre Stärken haben. So können auch Azubis die Leiter eines Projektes sein – wie bei uns z.B. im Schindlerhof TV. Davon profitieren nicht nur die jungen, sondern auch die „reifen Talente“. Und so glänzen wir gemeinsam dabei, die jeweilige Organisation so aufzustellen, dass „wir auch morgen noch kraftvoll zubeißen können“.